1. Technischer Zug

Der Technische Zug des Technischen Hilfswerks ist die Basiseinheit des THW.
Jeder Ortsverband hat mindestens einen, mitunter jedoch auch mehrere. Seine Größe variiert je nach Zusammensetzung: Den Kern bilden der Zugtrupp und die Bergungsgruppen I und II. Diese werden ergänzt durch eine oder mehrere Fachgruppen. Der Einsatz der jeweiligen Gruppen erfolgt an die Erfordernisse der Schadenslage angepasst, wobei die Facheinheiten sich nach Bedarf gegenseitig unterstützen können.

Stefan Holtzhausen – ZugführerStefan Holtzhausen

Zugführer

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Ein Zugführer im Katastrophenschutz leitet im Einsatzfall einen Zug. Er untersteht in seinen Handlungen und Weisungen lediglich dem Einsatzleiter, je nach Lage dem Einsatzabschnittsleiter bzw. dem Organistorischem Leiter. Zugführer sind meist in ehrenamtlichen Einheiten tätig. Diese Einheiten werden von den Hilfsorganisationen personell gestellt und materiell sowie finanziell von Bund und Ländern unterstützt.

1. Bergungsgruppe

Michael Kunze – GruppenführerMichael Kunze

Gruppenführer

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Der Gruppenführer im THW leitet eine Bergungs- oder Fachgruppe. Ihm unterstehen je nach Art der Gruppe ein oder mehrere Truppführer (in der STAN festgelegt). Der Gruppenführer untersteht dem Zugführer. Der Gruppenführer ist neben der Führung seiner Gruppe auch zuständig für die Ausbildung derselben.

Die 1. Bergungsgruppe (kurz: 1. BGr) ist die universellste Gruppe im TZ (Technischer Zug). Das Personal und die Ausstattung sind auf die Bewältigung eines möglichst breiten Aufgabenspektrums ausgerichtet. In der Regel wird diese Gruppe auch zuerst zum Einsatz kommen (auch als THW-Schnelleinsatzgruppe). Sie wird ergänzt und unterstützt durch die 2. Bergungsgruppe oder durch Fachgruppen bzw. sie unterstützt diese.

Bergungsgruppe - ASH

Tina Steingräber – GruppenführerinTina Steingräber

Gruppenführerin

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Der Gruppenführer im THW leitet eine Bergungs- oder Fachgruppe. Ihm unterstehen je nach Art der Gruppe ein oder mehrere Truppführer (in der STAN festgelegt). Der Gruppenführer untersteht dem Zugführer. Der Gruppenführer ist neben der Führung seiner Gruppe auch zuständig für die Ausbildung derselben.

Um Einsatzkräfte und Anwohner zu schützen, setzt das Technische Hilfswerk unter anderem das Abstützsystem Holz ein. Mit dem ASH können die Einsatzkräfte marode Decken und instabile Wände abstützen und so ein Einsturz des Gebäudes verhindern. Der Umfang des ASH ist beachtlich. Neben Holzbalken in verschiedenen Größen führt das THW bei einem Einsatz Kreissägen und Bohrmaschinen mit. Damit lässt sich das Holz vor Ort je nach Verwendungszweck leicht bearbeiten. Messgeräte sowie Stützen und Erdnägel sind ebenfalls Bestandteil des Inventars. Erdnägel ähneln einem übergroßen Zelt-Hering und dienen zur Fixierung des ASH im Boden. Die komplette Ausrüstung befindet sich auf einem Anhänger und ist somit jederzeit einsatzbereit. Beim Aufbau des ASH unterscheidet das THW zwischen zwei Stützmethoden. Die erste ist der sogenannte  Stützbock, der bis zu 15 Meter in die Höhe reichen kann. Er besteht aus Bohlentreibladen, also Balken, die auf dem Boden liegen. Innen werden senkrecht stehende Streichbalken befestigt, es entsteht ein rechter Winkel. Um die Konstruktion zu stabilisieren, befestigen die Helferinnen und Helfer diagonal, zwischen Bohlentreibladen und Streichbalken, sogenannte Strebstützen, was dem Ganzen das Aussehen eines Dreiecks verleiht.
Die zweite Methode ist das Sprengwerk. Es wird verwendet, um zwei Wände gegeneinander abzustützen. Mit vorgefertigten Holzbalken lassen sich so individuelle Sprengwerke mit einer Spreizweite von bis zu zehn Metern herstellen.

Fachgruppe Räumen

Thomas Hopperdietzel – GruppenführerThomas Hopperdietzel

Gruppenführer

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Der Gruppenführer im THW leitet eine Bergungs- oder Fachgruppe. Ihm unterstehen je nach Art der Gruppe ein oder mehrere Truppführer (in der STAN festgelegt). Der Gruppenführer untersteht dem Zugführer. Der Gruppenführer ist neben der Führung seiner Gruppe auch zuständig für die Ausbildung derselben.

Die Fachgruppe Räumen (kurz: FGr. R) beseitigt Hindernisse und Trümmer oder ebnet diese ein, schafft Zu- und Abfahrtswege für die eigene Einheit und für andere Fachdienste mit schwerem bzw. leichtem Bergungsräumgerät. Sie unterstützt das Vordringen zu Eingeschlossenen oder Verschütteten (durch Anheben, Zerkleinern oder Beseitigen großer Trümmer, Aushubarbeiten etc.) und führt unaufschiebbare Sicherungsarbeiten (Niederlegen, Einebnen) an einsturzgefährdeten Gebäude- oder Bauwerksteilen durch.

Fachgruppe Notfallversorgung und Notinstandsetzung (FGr N)

Jan Hiergesell – GruppenführerJan Hiergesell

Gruppenführer

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Der Gruppenführer im THW leitet eine Bergungs- oder Fachgruppe. Ihm unterstehen je nach Art der Gruppe ein oder mehrere Truppführer (in der STAN festgelegt). Der Gruppenführer untersteht dem Zugführer. Der Gruppenführer ist neben der Führung seiner Gruppe auch zuständig für die Ausbildung derselben.

Die neu geschaffene Fachgruppe Notfallversorgung und Notinstandsetzung verfügt über spezielle Fähigkeiten in den namensgebenden Bereichen Notfallversorgung und Notinstandsetzung. Darüber hinaus stellt sie unterstützende Fähigkeiten für alle Teileinheiten des THW zur Verfügung. Zu den Aufgaben der Fachgruppe N gehören der Land- und Wassertransport von Personen und Material, Notunterbringung von Personen, Pumparbeiten und Elektroversorgung. Die Fachgruppe verfügt über eine breite Palette von Beleuchtungsmitteln. Damit lassen sich, insbesondere bei größeren Schadensereignissen, Strecken von ca. 150 x 20 m oder horizontale/vertikale Flächen von ca. 35 x 35 m mit gerichtetem oderblendfreiem Licht ausleuchten. Über Energieverteiler- und Kabelsätze können großräumige Beleuchtungssysteme, auch unter Einbindung verschiedener Stromerzeugeraggregate, errichtet werden. Viele Feuerwehren fordern bei nächtlichen Einsätzen diese Fachgruppe an; auch werden z. B. größere Kontrollstellen von Zoll- und Polizeibehörden ausgeleuchtet. Die Fachgruppe N ist auch das Bindeglied zu den verschiedenen Fachgruppen, von denen einige nur durch die technische Ausstattung dieser Bergungsgruppe (insbesondere Stromversorgung) ihre volle technische Leistungsfähigkeit erreichen. In Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Infrastruktur können die Stromerzeuger/ Netzersatzanlagen der Fachgruppe Notfallversorgung und Notinstandsetzung an der Einsatzstelle zur zentralen Versorgung mittels Baustromverteiler und Leitungssystemen sowie zur Einspeisung in wichtige Anlagen bzw. freigeschaltete Netzabschnitte eingesetzt werden.