Wismar: Eine Stadt macht blau! 3.500 Jugendliche nehmen am THW-Bundesjugendlager

Bonn/Wismar. Sie sind die Katastrophenschützer von morgen, die rund 15.000 Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren, die sich in der THW-Jugend e.V., der Nachwuchsorganisation der Bundesanstalt Technischen Hilfswerks (THW), engagieren. Alle zwei Jahre findet für sie an wechselnden Schauplätzen das große Bundesjugendlager mit dem Bundesjugendwettkampf statt. In diesem Jahr, vom 2. bis 9. August, ist die Hansestadt Wismar Gastgeber für dieses Großereignis. 3.500 Jugendliche aus ganz Deutschland sind angekündigt und werden im Bürgerpark – auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände – eine Zeltstadt errichten. Höhepunkt ist der Bundesjugendwettkampf am 5. August, bei dem sich unter der Schirmherrschaft von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble die 16 Mannschaften aus allen Bundesländern miteinander messen werden.

 

„Das Technische Hilfswerk ist als ehrenamtlich getragene operative Einsatzorganisation des Bundes eine einzigartige Behörde. 80.000 Menschen zeigen hier gelebtes bürgerschaftliches Engagement. In der THW Jugend bekommen die Jungen und Mädchen spielerisch nicht nur den Umgang mit Technik, sondern auch wichtige gesellschaftliche Werte vermittelt. Mich freut besonders, dass das Bundesjugendlager in diesem Jahr erstmals in den neuen Bundesländern stattfindet“, sagt Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble.

 

Für THW-Präsident Albrecht Broemme spielt die Jugend und die Nachwuchsarbeit im THW eine wichtige Rolle: „Das THW braucht Kinder und Jugendliche, denen es Spaß macht, in ihrer Jugendgruppe zu lernen, wie man mit Technik umgeht und im Team arbeitet, wie man gemeinsam etwas schafft, eigene Ideen ausprobiert und Verantwortung für andere übernimmt.“ Es ist das XI. Bundesjugendlager der THW-Jugend. Unter dem Motto „Alter Schwede“ – ein Verweis auf die Historie Mecklenburg-Vorpommerns – erhalten die Jugendlichen ein buntes Rahmenprogramm mit Wikingerspielen und Lagerolympiade. Ausflüge an die Ostsee und das westliche Mecklenburg-Vorpommern sind ebenso angesagt wie der Bau von Sandskulpturen und Steinschleudern und das Gestalten eines eigenen Fernsehkanals. Der zentrale Tag des einwöchigen Bundesjugendlager ist der 5. August: Ein Kräftemessen der 16 Jugendgruppen, die sich bei den Wettkämpfen auf Landesebene im vergangenen Jahr qualifiziert haben. Die Teams, bestehend aus zehn Jugendlichen, müssen einen Technik-Parcours bewältigen, der es wahrlich in sich hat. Zehn Stationen stehen auf dem Programm. Vom Tragen von Verletzten über das richtige Verbinden von Seilen bis hin zum Bauen von kleinen Brücken – am Ende des Tages werden die Sieger gekürt.

 

Übrigens: Im vergangenen Jahr verwirklichte die THW-Jugend im Rahmen des Weltjugendtages ein 25 Quadratmeter großes Mosaik. Die THW-Jugend war als einzige nichtkonfessionelle Organisation an der Millionenveranstaltung beteiligt. Aus rund 25.000 Fliesenstücke wurde das über vier Tonnen schwere Kunstwerk mit dem Titel „Everyone counts in one world“ geformt.

 

Ereignisse wie der Mosaikbau anlässlich des Weltjugendtages oder das Bundesjugendlager sind eindrucksvolle Beispiele für erfolgreiche Jugendarbeit im THW. Die steigenden Junghelferzahlen – 14.978 in 2005 – mit einem Mehr im Vergleich zum Vorjahr von 2,6 Prozent, zeigen deutlich, was die bundesweit 665 Jugendgruppen zu bieten haben. Dennoch ist es gerade für eine Nachwuchsorganisation wichtig, auch an die Zukunft zu denken. Mit der Imagekampagne „www.was-geht-ab.com“ verfolgen die Jugendverbände der Hilfsorganisationen das Ziel, junge Menschen für die ehrenamtliche Tätigkeit im Zivil- und Katastrophenschutz sowie in den Sanitätsdiensten zu begeistern. Schließlich bilden die Nachwuchsorganisationen wie die THW-Jugend mit ihren zehn- bis siebzehnjährigen Jungen und Mädchen die künftige Basis für den Schutz der Bevölkerung in Deutschland, in Europa und weltweit.