Wieder schweres Erdbeben in Indonesien

Jakarta. Die indonesische Insel Java wurde am Montag von einem Erdbeben der Stärke 7,7 auf der Richterskala heimgesucht. Laut Medienangaben kamen nach einer anschließenden Flutwelle bis zu 300 Menschen ums Leben, zahlreiche Menschen werden noch vermisst.. Ein offizielles Hilfeersuchen der indonesischen Regierung liegt bislang nicht vor. Die Operationszentrale (OPZ) des THW verfolgt die weitere Entwicklung der Lage.

Mit den Schnelleinsatzeinheiten für Bergungseinsätze und Wasserversorgung (SEEBA und SEEWA) verfügt das Technische Hilfswerk (THW) über Einheiten, die innerhalb weniger Stunden mit Ortungs- und Rettungsspezialisten beziehungsweise Experten für Infrastruktur in den Bereichen Wasserver- und entsorgung in ein Erdbebengebiet starten können.

 

Es ist der zweite Tsunami, der Indonesien innerhalb von 18 Monaten traf. Auf Java waren nach einer Tsunami-Warnung viele Menschen in Panik aus ihren Häusern gerannt und auf umliegende Hügel geflüchtet. Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes in Jakarta lag das Epizentrum des Bebens im Indischen Ozean, etwa 360 Kilometer südlich von Jakarta. Laut Medienberichten waren die Erdstöße in mehreren Städten im Westen Javas spürbar.

 

Indonesien liegt am so genannten „Ring of Fire“, einem vulkanischen Gürtel um den Pazifischen Ozean, an dem Erdbeben häufig vorkommen. Der verheerende Tsunami vom 26. Dezember 2004 war durch ein Erdbeben - mit der Stärke 9,1 - in Indonesien ausgelöst worden. Das THW leistete auf Sumatra, in Thailand, auf den Malediven und in Sri Lanka humanitäre Soforthilfe. Zurzeit sind THW-Projektteams noch in Sumatra und Sri Lanka im Einsatz und leisten Wiederaufbauhilfe.

 

17.07.2006, www.thw.de