Europäische Übung Albis 2008

Am 16. 5. 2008 rückten Einheiten des Ortsverbandes Dresden zum Sammelplatz Pirna aus. Der Auftrag lautete: Einfinden im Sammelraum Pirna und Anschluss an den Marschverband nach Tschechien.

Dort wütete am 14. 5. 2008 in der Gegend um Litomerice ein Hochwasser, worauf hin die Tschechische Republik über die EU internationale Hilfe anforderte. In diesem Rahmen rückten etwa 150 Helfer des Landesverbandes Sachsen / Thüringen in das Schadensgebiet ab.

 

Nach Antreffen im Bereitstellungsraum am Freitag wurde damit begonnen, den Sachsackverbau zu üben. Die Fachgruppe Räumen unseres Ortsverbandes wurde dazu eingesetzt, kubikmetergroße Sandsäcke, sog. BigPacks, zu füllen und zu transportieren. Ziel war es, ein Bassin zu bauen, mit dem am Samstag das Pumpen großer Wassermengen effektvoll in Szene gesetzt werden konnte.

 

Für den Zugtrupp des 1. technischen Zuges, sowie der 1. Bergungsgruppe begann am Samstag die Übung mit Auftrag, ein einsturtzgefährdetes Gebäude zu sichern. Zusammen mit Bergungsgruppen aus Leipzig, Altenburg und Reichenbach wurde das Objekt erkundet. Nach ersten Vorbereitungsmaßnahmen, wie z.B. der Rissüberwachung und das Ausmessen des Gebäudes, begannen die Ortsverbände Reichenbach und Leipzig mit dem Zuschneiden von Holz, der Ortsverband Altenburg begann mit dem Aufbau eines Schwelljoches um eine einsturzgefährdete Decke zu stützen. Die Bergungsgruppe aus Dresden übernahm die Gebäudeüberwachung und die andauernde Rissüberwachung. Diese Arbeiten konnten gegen Mittag abgeschlossen werden.

 

Nach dem Mittagessen wurden die bereits genannten Einheiten erneut alarmiert. Nach einer Explosion wurde eine Feuerwache teilweise zerstört. Es wurden 6 Personen vermisst. Zusammen mit dem Feuerwehr-korps (HZS) der Tschechen rückte das THW zur Einsatzstelle aus. Dort wurde ein Einsatzabschnitt THW erstellt, wessen Führung der Zugtrupp Dresden übernahm. Nach Absprache mit der Feuerwehr erfolgte eine gemeinsame Erkundung unter Atemschutz. Mit einen Gas-Warn-Gerät wurde nach austretenden explosiven Gasen und anderen Atemgiften gesucht. Da keine gefunden wurden, konnte mit dem Durchforschen des eingestürtzen Hauses begonnen werden. Unterstützt wurden die Einheiten der Feuerwehr und des THW durch ein SAR-Einheit der Tschechischen Republik. Diese suchte mit spezielle geschulten Hunden nach verschütteten. Wurden welche gefunden, begann sogleich das THW mit der Bergung und dem Abtransport der Verletzten aus der Schadensstelle. Da wichtige Zugänge in das Gebäude verschüttet waren, mussten Mauerdurchbrüche erstellt werden. Diese Aufgaben übernahmen die Ortsverbände Leipzig und Reichenbachen mit einer Betonkettensäge. Für die nötige Wasserzufuhr sorgte die Feuerwehr. Innerhalb von 90 Minuten konnten alle vermissten Personen gerettet werden. Es erfolgte das Abrücken in den Bereitstellungsraum.

 

Am Sonntag wurde der Einsatzverband zurück nach Deutschland verlegt. Die Übung war erfolgreich abgeschlossen.

 

www.thw-sachsen-thueringen.de/einsaetze/albis/index.html

www.albis2008.eu