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Bericht zum 1. Dresdener Blaulichtgottesdienst
Autor
Bericht zum 1. Dresdener Blaulichtgottesdienst
Ralf_Mancke
Registriert: 30.10.2008
Beiträge: 166
Bericht zum 1. Dresdener Blaulichtgottesdienst
Geschrieben: 18.11.2009 21:04
dazu errichte mich von den anwesenden Helfern folgender Bericht:
Die Kirche und die BOS
Am Dienstag, den 17.11.2009 fand der 1. Blaulicht Gottesdienst in Dresden statt. Eingeladen in die 3 Königskirche hatte der Polizeipfarrer von Dresden.
Schon vor der Kirche gab es Fragen der vorbeikommenden Menschen, was den hier los sei, so viele Einsatzfahrzeuge der Polizei, Feuerwehr, der Rettungsdienste und des THW. Geduldig wurde von den Vertretern der einzelnen Organisationen die Fragen der Bürger beantwortet.
Kurz vor 18:00 Uhr begannen dann die Glocken der 3 Königskirche alle Helfer zum Eintreten aufzufordern. Auch wir nahmen unsere Plätze ein. Unser OB wurde vom Polizeipfarrer in die 1. Reihe gebeten um dort Platz zunehmen. Als das Geläut der Glocken verklungen war eröffnete das Bläserquintett der Polizei den Gottesdienst. Im Anschluss sprach Pfarrer Schulze die Begrüßung und es wurde gemeinsam ein Lied gesungen.
Nach dem Psalmgebet und den Erfahrungen der Einsatzkräfte sprachen wir gemeinsam das Glaubensbekenntnis von Dietrich Bonhoeffer. Im Anschluss an dieses erklang wieder das Bläserquintett.
Laut ausliegenden Programm sollte im Anschluss das Fürbittengebet gesprochen werden. Der Pfarrer und Vertreter der BOS traten vor den Altar, nun wussten wir auch warum unser OB in der 1. Reihe platznehmen sollte. Auch er trat mit vor und sprach die Fürbitte für das THW:
„Gott, vor dir bringen wir unsere Gedanken für die im Katastrophenschutz tätigen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im THW.
Wenn Sie gerufen werden, hat es großen Schaden gegeben, es ist zu einer Katastrophe gekommen.
Die Bilder, die Sie dann sehen müssen, zeigen oft Chaos, Verwüstung und menschliches Leid und das weltweit.
Hilf, dass der Schrecken ihre Fähigkeiten nicht lähmt.
Lass Sie die Technik so einsetzen, das Sie dem Menschen hilft und schenke ihnen Erfolg in allen Bemühungen.
Gemeinsam rufen wir: Herr, erbarme dich.“
Im Anschluss sprachen wir gemeinsam das „Vater Unser“ und der Gottesdienst klang mit einem gemeinsamen Lied und dem Segen durch die Pfarrer aus.
Nach dem Ende des Gottesdienstes standen wir dann noch eine Weile mit den anderen BOS-Mitgliedern vor der Kirche und unterhielten uns über das eben erlebte.
Ralf_Mancke
Registriert: 30.10.2008
Beiträge: 166
Bericht zum 1. Dresdener Blaulichtgottesdienst
Geschrieben: 18.11.2009 21:18
Die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehren, Besatzungen von Krankenwagen und Notarztwagen sowie auch die Mitglieder des THW unterliegen besonderen psychologischen Belastungen. Der Kontakt mit Verletzten, das Bergen von Körper- und Leichenteilen und der Umgang mit Menschen die soeben ihr gesamtes Eigentum verloren haben, bringt einen Helfer schnell an Grenzen des allgemein „Erträglichen“.
Nicht umsonst werden nach jedem belastenden Einsatz, in der Nachsorgebetreuung Hilfen angeboten und das Gespräch mit den betroffenen Einsatzkräften gesucht. Ein Teil dieser Arbeit erfolgt auch bei Gottesdiensten und bei gemeinsamen Veranstaltungen wie z.B. zum St.Florianstag.
Ich persönlich verstehe auch nicht die Glorifizierung des Freitodes von Robert Enke, meine Gedanken sind eher bei den Einsatzkräften, dem Zugführer und ihren Familien. Auch diese Menschen müssen mit dem Erlebten klarkommen und leiden sicher noch lange unter den Eindrücken, die Sie erleben mussten.
Ich möchte mich im Namen der Helferschaft des OV Dresden für die Fürbitte bedanken und selbst als Atheist bin ich der festen Überzeugung, dass ein Fürbittengebet sicher nicht schadet.
Unregistrierter Benutzer
Bericht zum 1. Dresdener Blaulichtgottesdienst
Geschrieben: 26.11.2009 08:44
Wir hoffen, dass die Gebete erhört wurden und das unsere körperliche Unversehrtheit auch weiterhin erhalten bleibt. Vielleicht sollten wir alle gemeinsam einmal für einen Gabelstapler und einen Kran beten… evtl. so etwa 100 Helfer… nicht in der Kirche, sondern medienwirksam vor der Geschäftsstelle.
War nur mal so eine Idee
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